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    Digitalisierung

    5G: Voraussetzung für das autonome Fahren

    Die 5G-Technologie wird die Zukunft radikal verändern. Nur mit ihr kann das autonom fahrende Auto zur Realität werden.

    Die 5G-Technologie wird die Zukunft radikal verändern. Nur mit ihr kann das autonom fahrende Auto zur Realität werden.

    Für Verkehr und industrielle Fertigung …

    Bis 2025 sollte eine flächendeckende dynamische Mobilfunkversorgung zur Verfügung stehen, und alle Hauptverkehrswege und urbanen Räume sollten mit 5G abgedeckt sein. Nur so lassen sich die Potenziale des vernetzten und automatisierten Fahrens voll ausschöpfen. 

    5G: Das bedeutet eine zehnfache Datenübertragungsrate, verglichen mit dem derzeit verfügbaren Mobilfunkstandard 4G. Diese neue Technologie erwarten nicht nur Nutzerinnen und Nutzer von Smartphones – 5G schafft auch eine wichtige Voraussetzung für den Verkehr der Zukunft. Schon heute sind in vielen Fahrzeugen Assistenzsysteme im Einsatz, die vernetzte und automatisierte Funktionen beinhalten.

    Ein Stauassistent beispielsweise bremst und beschleunigt im zäh fließenden Verkehr innerhalb des Fahrstreifens, je nachdem, wie sich das vorausfahrende Fahrzeug verhält. Doch wie schnell sich das vernetzte und automatisierte Fahren jenseits einzelner Assistenzfunktionen in den kommenden Jahren in Deutschland etabliert, hängt maßgeblich von der digitalen Infrastruktur ab. Nicht erst auf der Straße, sondern bereits bei der industriellen Fertigung von Fahrzeugen wird eine leistungsfähige digitale Infrastruktur benötigt.

    … und ein besseres Mobilfunknetz

    Für eine effiziente und agile Produktion sind flexible, leitungsungebundene Kommunikationstechnologien notwendig, die die 5G-Technologie liefert. Im Zeitalter des Internets der Dinge setzen Automobilhersteller und Zulieferer auf automatisierte Produktionsprozesse – etwa für die Echtzeitkontrolle und -steuerung in der Fertigung.

    Mit 5G lassen sich überdies ganz neue industrielle Anwendungen realisieren, die höchste Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die Echtzeitfähigkeit der Übertragung stellen: Beispielsweise können fahrerlose Transportsysteme mit mobilen Robotern verknüpft oder drahtlos vernetzte, hochflexible Produktionsmodule miteinander kombiniert werden.

    Im Jahr 2019 hat die Bundesnetzagentur wesentliche Weichen für den Aufbau der 5G-Technologie in Deutschland gestellt. So wurde im Juni 2019 die Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen aus den Bereichen zwei Gigahertz und 3,6 Gigahertz beendet. Die Mobilfunkbetreiber können die Frequenzen nicht nur für den 5G-Netzausbau nutzen, sondern auch für eine bessere Mobilfunkabdeckung in Deutschland einsetzen.

    Private 5G-Netze geben notwendigen Spielraum

    Im November 2019 hat die Bundesnetzagentur das Antragsverfahren für lokale Netze für den Frequenzbereich von 3.700 bis 3.800 Megahertz gestartet. Die Frequenzen können insbesondere für die Industrie 4.0, aber auch für die Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden. Lokale Frequenzen sind die Grundlage für private 5G-Netze auf den Werksgeländen und für räumlich begrenzte industrielle Anwendungen. Sie geben den Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) den notwendigen Spielraum, unabhängig von Netzbetreibern 5G sicher, schnell und leistungsfähig auszubauen.

    Lokale Netze ergänzen den flächendeckenden Netzausbau der Mobilfunkbetreiber und garantieren die notwendige Versorgungsdichte von 5G für industrielle Anwendungen. Bei 5G geht es um die digitale Zukunft des Landes – die deutsche Automobilindustrie kann als innovativer Anwender der Technologie Vorreiter sein. Eine rasche Einführung von 5G stärkt den Wirtschaftsstandort und trägt dazu bei, Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter für diese Technologie zu etablieren.

    Matthias Krähling
    Ansprechpartner

    Matthias Krähling

    Leiter der Abteilung Fahrzeugtechnologien & Eco-Systeme

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