FAT-SCHRIFTENREIHE 362

    Ermüdung kurzfaserverstärkter thermoplastischer Polymerkwerkstoffe

    Kurzfaserverstärkte Kunststoffe spielen in vielen Bereichen des Automobilsektors eine zunehmend wichtigere Rolle. Als preisgünstige Alternative zu endlosfaserverstärkten Werkstoffen bieten sie den Vorteil einer einfachen Verarbeitung in etablierten großserienfähigen Verfahren wie dem Spritzguss. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, eine hohe Bauteilkomplexität realisieren zu können und damit die Möglichkeit der Gestaltung hochintegrierter Bauteile. Kurzfaserverstärkte Kunststoffe finden ihre Anwendung in vielen Bereichen des Interieurs und Exterieurs, teilweise aber auch bereits in semistrukturellen Bauteilen. Daher sind realistische Abschätzungen des Bauteilverhaltens über die geplante Einsatzdauer von hoher Wichtigkeit. Durch das Projekt „Ermüdung kurzfaserverstärkter thermoplastischer Polymerwerkstoffe“ wurde das Betriebsverhalten unter zyklischer Ermüdungslast und statischer Langzeitbelastung (Kriechen) am Beispiel von kurzglasfaserverstärktem Polyamid analysiert sowie modelliert. Im Rahmen dessen konnte die prinzipielle Leistungsfähigkeit des gewählten Modellierungsansatzes gezeigt werden.