VDA-Kommentierung zum
Beginn von ECAVA
VDA-Geschäftsführer Dr. Marcus Bollig:
„Die ‚European Connected and Autonomous Vehicle Alliance‘ (ECAVA) ist ein wesentlicher Baustein, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie zu sichern, technologische Souveränität zu stärken und Innovationen entlang der gesamten automobilen Wertschöpfung voranzutreiben.
ECAVA adressiert zentrale Zukunftsthemen wie Software-Defined Vehicles, die Entwicklung von KI‑Modellen, automotive Hardware sowie automatisiertes und autonomes Fahren. Umso wichtiger ist es nun, dass das erklärte Ziel, schnell serientaugliche Lösungen hervorzubringen, entschlossen vorangetrieben wird. Umgesetzt werden sollte dies durch einen Meilensteinplan, aus dem auch konkrete potentielle Maßnahmen hervorgehen. Begleitende Förderprojekte müssen effizient und zielgerichtet sein und laufende Aktivitäten unterstützen. Parallele Strukturen würden nur zusätzliche Belastungen darstellen und müssen dringend vermieden werden.
Der VDA bringt seine Expertise gezielt ein – insbesondere bei der Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens und dem Aufbau des kürzlich initiierten Open‑Source‑Ökosystems für Software-Defined Vehicles (SDV). Ihren eigenen Beitrag leistet die Automobilindustrie bereits. Mit dem Memorandum of Understanding (MoU) zum Software-defined Vehicle bündelt sie die Kräfte in Europa, um gemeinsame Standards zu etablieren und die Effizienz in der Entwicklung nicht-differenzierender Software drastisch zu erhöhen. Damit schaffen wir die Grundlage für leistungsfähige, sichere und global wettbewerbsfähige Fahrzeugsoftware – und setzen zugleich ein klares Signal für mehr technologische Unabhängigkeit. Kollaborative Softwareentwicklung auf Basis von Open Source und „Code first“ ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Technologiepartnern und sorgt dafür, dass aus Europa heraus Innovationen durch Software schneller, effizienter und gleichzeitig sicher in die Fahrzeuge gelangen.“
Kontakt
Sprecherin
Lena Anzenhofer
Schwerpunkt Digitalisierung, Produktion und Logistik