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    Elektromobilität

    Das Gerüst für Elektromobilität

    Die Ladeinfrastruktur ist essenziell für das Gelingen der Elektromobilität. Doch im Ausbau besteht ein großer Nachholbedarf.

    Die Ladeinfrastruktur ist essenziell für das Gelingen der Elektromobilität. Doch im Ausbau besteht ein großer Nachholbedarf.

    Elektromobilität braucht eine gute Ladeinfrastruktur

    Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist wichtiger Bestandteil der Elektromobilität. Die Attraktivität von Elektrofahrzeugen hängt aus Kundensicht von der Einfachheit der Nutzung ab – das Laden der Batterie stellt also einen entscheidenden Faktor dar.

    Hierbei geht es nicht nur um die Anzahl und Verteilung der Ladesäulen, sondern vor allem auch um die Benutzerfreundlichkeit. Entscheidend dafür sind ein ungehinderter Zugang, ein einheitliches, einfaches Bezahlsystem und die Ladedauer. Die Ladedauer und die Position der Ladesäule hängen von den unterschiedlichen Anwendungsfällen ab: dem Laden zu Hause, beim Arbeitgeber, am Zielort, je mit kurzer oder langer Verweilzeit, sowie dem Schnellladen unterwegs auf längeren Fahrstrecken.

    Wie die Grafik zeigt, sind Ladevorgänge am Arbeitsplatz oder am Wohnort am häufigsten. Um die Ladevorgänge im privaten Raum (85 Prozent) zu gewährleisten, muss die Elektromobilität in das Bau-, Wohneigentums- und Mietrecht integriert werden.

    41.239 + 6.845Normalladepunkte und SchnellladepunkteQuelle: Bundesnetzagentur, Stand: 1. Oktober 2021

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    Mit Inkrafttreten der Ladesäulenverordnung am 17. März 2016 wurde das Combined Charging System (CCS) zum Standard für alle Ladesäulen im öffentlichen Raum gemacht.. Das kombinierte Ladesystem gewährleistet sowohl das Laden an Normalladesäulen mit Wechselstrom (AC-Ladesäulen), als auch das Schnellladen mit Gleichstrom (DC-Ladesäulen). Damit können alle Anwendungsfälle abgedeckt werden.

    Die öffentlichen Ladesäulen sind im Ladesäulenregister erfasst und einsehbar.

    Position zur Ladeinfrastruktur in Deutschland

    Nur mit Elektromobilität kann das ambitionierte Ziel einer nachhaltigen Mobilität über Elektrifizierung der Fahrzeuge, wie die Gesetzgebung in Europa es verlangt, erreicht werden. Für einen erfolgreichen Markthochlauf der E-Mobilität ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur die wichtigste Voraussetzung.

    Insgesamt bedarf es unterschiedlicher finanzieller Maßnahmen und ordnungspolitischer Regelungen, da die Ladevorgänge an unterschiedlichen Orten stattfinden.

    Der VDA hat daher gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen ein Positionspapier erstellt, denn nur konsequentes Handeln aller Verantwortlichen kann Deutschland zu einem Leitmarkt der E-Mobilität machen.

    Netzintegration

    Die Entwicklung von alltagstauglichen Elektrofahrzeugen hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht.

    Allerdings hapert es deutlich an einer Stelle: der Infrastruktur von Gebäuden und damit der entscheidenden Schnittstelle zwischen Immobilie und Fahrzeug. Der Ort, an dem die meisten Halter ihr E-Mobil täglich aufladen (würden), ist in den allermeisten Fällen technisch nicht auf diese Aufgabe vorbereitet. Hierzu hat der VDA zusammen mit dem ZVEH, dem VDIK und dem ZVEI im untenstehenden Dokument Empfehlungen für Elektromobilität und Gebäudeinfrastruktur erarbeitet.

    Der steigende Anteil von Elektrofahrzeugen sollte außerdem durch deren intelligente Netzintegration begleitet werden. Das „Smart Grid“ muss neben den Fahrzeugen auch weitere flexible Endgeräte in einem Kundensystem, wie z.B. Batteriepufferspeicher oder Wärmepumpen berücksichtigen. Der VDA hat im untenstehenden Dokument für die zukünftige Netzintegration eine Zielarchitektur mit einer einheitlichen Methode beschrieben, die skalierbar und zukunftssicher ist.

    Zusätzlich werden die theoretischen, in der Simulation untersuchten, Auswirkungen auf die Stromnetze konkreter. Um lokale Lastspitzen zu beherrschen, werden Lademanagement-Systeme zum Einsatz gelangen, die einen massiven Netzausbau vermeiden helfen. Teil dieser Lademanagement-Systeme ist das Prinzip der Rückspeisung. Grundsätzlich wird diese Funktion als sinnvoll und technisch umsetzbar erachtet, bedarf aber weiterer Evaluierung und Konkretisierung im Rahmen nationaler Regulierungen. Im untenstehenden Dokument werden die Inhalte und Randbedingungen des Rückspeisens beschrieben.

    Tipp: Mit der Informationskampagne „Unser Stromnetz: Rückgrat für Elektromobilität“ wendet sich VDE|FNN an Endverbraucher und zeigt Maßnahmen, die das Netz entlasten und Kosten sparen. Das digitale Verbraucher-Magazin „Backbone“ erklärt in einfachen Geschichten, Interviews und Videos, wie das Stromnetz funktioniert und Elektromobilität von Anfang an richtig ins Netz integriert wird.

    Ansprechpartner

    Claas Bracklo

    Referent Antriebe der Zukunft und Elektromobilität

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