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    Mobilitätspolitik

    Das Auto ist und bleibt das Lieblingstransportmittel der Deutschen

    Auch wenn sich der Fokus derzeit auf alternative Mobilitätsangebote beschränkt: Besonders im ländlichen Raum ist das eigene Auto nach wie vor unverzichtbar. Das zeigt sich auch in den Statistiken.

    Auch wenn sich der Fokus derzeit auf alternative Mobilitätsangebote beschränkt: Besonders im ländlichen Raum ist das eigene Auto nach wie vor unverzichtbar. Das zeigt sich auch in den Statistiken.

    Motorisierungsgrad im ländlichen Raum am höchsten

    Das Automobil ist für die Menschen in Deutschland nach wie vor das mit Abstand wichtigste Verkehrsmittel. Mit ihm haben sie im Jahr 2019 rund 937 Milliarden Personenkilometer zurückgelegt – 79 Prozent des gesamten Personenverkehrs. Im Jahr 2020 kam es Corona-bedingt zu einem deutlichen Einbruch der Personenverkehrsleistung insgesamt. Dieser Rückgang fiel im öffentlichen Verkehr allerdings erheblich stärker aus als beim Pkw-Verkehr, so dass der Anteil des Autos an der gesamten Verkehrsleistung 2020 sogar deutlich über 80 Prozent lag. Gerade im ländlichen Raum ist das eigene Auto für viele Menschen weiter unverzichtbar. Laut der letzten Ausgabe der Untersuchung „Mobilität in Deutschland“ im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums liegt der Motorisierungsgrad im kleinstädtischen und dörflichen Raum mit 607 Pkw/1.000 Einwohner denn auch weit über dem Bundesdurchschnitt (527 Pkw/1.000 Einwohner) und ist zudem seit 2002 noch um 22 Prozent gewachsen.

    Das Interesse an einem eigenen Auto nimmt mit dem Alter zu

    Zudem ist zu beobachten, dass ältere Menschen heute deutlich häufiger mit dem Auto unterwegs sind als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Dies gilt auch für den urbanen Raum.

    Dagegen ist im jungen urbanen Milieu ein Rückgang in der Pkw-Nutzung zu erkennen. Bei den Haushalten in Metropolen, die aus unter 35-Jährigen ohne Kinder bestehen, hat der Anteil der autolosen Haushalte seit 2002 von 47 Prozent auf 54 Prozent zugenommen. Diese Personen zeigen sich in ihrer Verkehrsmittelwahl sehr pragmatisch: Sie nutzen ÖPNV, Fahrrad und Carsharing. Das heißt allerdings nicht, dass diese Menschen in späteren Lebensjahren, etwa nach der Familiengründung, nicht doch wieder auf das eigene Auto setzen.

    Ansprechpartner

    Dr. Michael Niedenthal

    Leiter Fachgebiet Verkehrspolitik

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