Der Erfolg der deutschen Automobilindustrie beruht auf einem leistungsfähigen Entwicklungsökosystem aus Herstellern (OEM), Zulieferern und Entwicklungsdienstleistern (EDL). Diese übernehmen zentrale Aufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette und sind wichtige Treiber von Innovationen – insbesondere in Bereichen wie Elektromobilität, Software, Künstliche Intelligenz und Forschung und Entwicklung (FuE).
Aktuell steht der Entwicklungsstandort Deutschland jedoch unter erheblichem Druck. Hohe Kosten, Bürokratie, eingeschränkte Arbeitsmarktflexibilität und regulatorische Unsicherheiten schwächen die Wettbewerbsfähigkeit. In der Folge reduzieren oder verlagern viele Unternehmen ihre Investitionen, und ein großer Teil der EDL hat bereits Arbeitsplätze abgebaut. Gleichzeitig führen globale Marktverschiebungen dazu, dass Fahrzeugentwicklung zunehmend in den Absatzmärkten – vor allem in Asien – stattfindet, da dort Vorteile bei Geschwindigkeit, Marktnähe und Kosten bestehen. Dadurch verlagern sich nicht nur Produktions-, sondern zunehmend auch FuE-Aktivitäten ins Ausland.
Da FuE eine strategische Schlüsselkompetenz darstellt, ist ihr Erhalt in Deutschland entscheidend. Ohne schnelle politische Gegenmaßnahmen drohen ein beschleunigter Brain Drain und eine nachhaltige Schwächung des Technologiestandorts. Um die Rolle Deutschlands als führender Entwicklungsstandort zu sichern, sind bessere Förderbedingungen, weniger Bürokratie, flexiblere Rahmenbedingungen und eine langfristige Innovationsstrategie notwendig. Weitere Details und Handlungsempfehlungen im Positionspapier.