Pkw-Markt China, Japan, Südkorea, Indien

    Großes Autobahnkreuz mit Schleifenauffahrten und Grünflächen in einer Stadtansicht.Großes Autobahnkreuz mit Schleifenauffahrten und Grünflächen in einer Stadtansicht.Großes Autobahnkreuz mit Schleifenauffahrten und Grünflächen in einer Stadtansicht.Großes Autobahnkreuz mit Schleifenauffahrten und Grünflächen in einer Stadtansicht.Großes Autobahnkreuz mit Schleifenauffahrten und Grünflächen in einer Stadtansicht.Großes Autobahnkreuz mit Schleifenauffahrten und Grünflächen in einer Stadtansicht.Großes Autobahnkreuz mit Schleifenauffahrten und Grünflächen in einer Stadtansicht.Großes Autobahnkreuz mit Schleifenauffahrten und Grünflächen in einer Stadtansicht.

    Entwicklung Neuzulassungen auf dem asiatischen Pkw-Markt: China, Japan, Südkorea, Indien

    Chinesischer Pkw-Markt

    Der chinesische Pkw-Markt ist 2025 um 4 Prozent auf 23,9 Mio. Fahrzeuge gewachsen. Das Marktvolumen erreichte somit ein neues Rekordniveau. China war somit eine zentrale Stütze des Weltmarktes und weiterhin der größte Einzelmarkt weltweit. Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau wurden im vergangenen Jahr damit 23 Prozent mehr Pkw verkauft. Der Weltmarktanteil Chinas lag 2025 bei 30 Prozent. Nach drei Quartalen, die jeweils eine positive Entwicklung auswiesen, drehte die Dynamik zum Jahresende ins Negative (Q1: +5 Prozent; Q2: +16 Prozent; Q3: +5 Prozent; Q4: -5 Prozent). Die hohe Automobilnachfrage stand dabei im Gegensatz zur allgemeinen Konsumzurückhaltung unter chinesischen Verbrauchern, war allerdings auch durch kräftige Kaufanreize geprägt. So konnte im Rahmen einer Eintauschprämie eine individuelle Fördersumme von bis zu 20.000 Yuan (~2.600 €) beim Kauf eines New Energy Vehicle (NEV) genutzt 
    werden. Voraussetzung dafür war, dass der eingetauschte Pkw vor dem 30. April 2018 zugelassen wurde und maximal die Emissionsnorm China 3 hatte. Weitere Kaufprogramme der einzelnen Provinzen heizten die Nachfrage noch weiter an. Zum Jahresabschluss dürfte es darüber hinaus auch zu Vorzugskäufen von NEV gekommen sein. Deren Kauf war bis zum Jahresende 2025 umsatzsteuerbefreit. In den Jahren 2026 und 2027 wird diese steuerliche Förderung von NEV 
    zur Hälfte zurückgenommen, sodass ein Steuersatz von 5 Prozent zu entrichten sein wird, während für Verbrenner weiterhin 10 Prozent fällig werden. Deutsche Hersteller kamen im vergangenen Jahr auf einen Marktanteil von 16,2 Prozent am Gesamtmarkt, 2,7 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Somit setzte sich der negative Trend des Marktanteils dt. OEMs in China auch 2025 fort. Dies ist u.a. auch darauf zurückzuführen, dass ihr Marktanteil im dynamisch wachsenden Bereich der Elektromobilität nur im niedrigen einstelligen Bereich lag. Knapp unter 2 Prozent der neuen E-Pkw in China trugen im vergangenen Jahr das Logo einer deutschen Konzernmarke. Insgesamt machte die Elektromobilität im vergangenen Jahr einen weiteren Sprung. Der Absatz von New Energy Vehicles (BEV, PHEV und FC) legte um 16 Prozent auf 12,5 Mio. Fahrzeuge zu. Der Anteil der Elektromobilität am chinesischen Gesamtmarkt stieg somit auf 52,4 Prozent. Nachdem in den vergangenen Jahren PHEV stärker wuchsen als BEV, drehte sich das Lagebild in 2025: Der Absatz von BEV stieg im Vorjahresvergleich um 25 Prozent auf 7,9 Mio. Einheiten, der Absatz von PHEV lediglich um 2 Prozent auf 4,5 Mio. Einheiten. In der Statistik werden dabei unter PHEV sowohl „klassische“ PHEV 
    als auch batterieelektrische Pkw mit Range Extender zusammengefasst. China war auch 2025 der größte Standort mit der größten Automobilproduktion weltweit. Insgesamt wurden 29,9 Millionen Pkw im Reich der Mitte gefertigt, 10 Prozent mehr als 2024 und ein neues Rekordniveau. In den Werken der deutschen Hersteller liefen 3,7 Millionen Pkw vom Band (-9 Prozent). Bereits zum dritten 
    Jahr in Folge ging die Produktion dt. OEMs in China zurück. Die steigende Produktion in chinesischen Werken ist auch durch ein an Bedeutung gewinnendes Exportgeschäft geprägt. 2025 stieg der Pkw-Export Chinas um 22 Prozent auf 6,0 Mio. Pkw – China war somit auch im vergangenen Jahr der größte Autoexporteur weltweit.

    Japanischer Pkw-Markt


    Die Entwicklung des japanischen Pkw-Marktes war im Jahr 2025 durch zwei sehr unterschiedliche Halbjahre gekennzeichnet. Waren die ersten sechs Monate noch von hohen Wachstumsraten in Folge der Unregelmäßigkeiten bei Crashtests einheimischer Marken im Frühjahr 2024 geprägt, nahm die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere aufgrund der höheren Vergleichswerte aus dem Vorjahr, deutlich ab. In der Addition aller zwölf Monate blieb unter dem Strich ein moderates Wachstum der Pkw-Neuzulassungen übrig. Das volumenschwache zweite Halbjahr, welches nicht vom genannten Sondereffekt profitierte, bewies aber einmal mehr, dass sich Japan nach wie vor in einem äußerst herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld befindet. Der dauerhaft schwache Yen macht japanische Produkte für das Ausland zwar attraktiver, gleichzeitig führt er zu erhöhter und zuletzt wieder angestiegener importierter Inflation, was Druck auf die Reallöhne ausübte. Die japanische Zentralbank verhält sich sehr zurückhaltend und erhöhte den Leitzins im abgelaufenen Jahr nur sehr 
    vorsichtig auf zuletzt 0,75 Prozent. Die Zielrate der Preissteigerung von 2 Prozent wurde deutlich verfehlt (3,0 Prozent Inflation, respektive 2,8 Prozent Kerninflation). Ein sich insgesamt verstärkender globaler Protektionismus setzt die japanische Wirtschaft, vor allem aufgrund ihrer Exportorientierung, zusätzlich unter Druck. Dies in Kombination mit einem eher undynamischen privaten Binnenkonsum wird kurzfristig keinen signifikant positiven Impuls für die konjunkturelle Entwicklung ermöglichen. 

    Im Jahr 2025 wurden in Japan insgesamt gut 3,8 Mio. Pkw abgesetzt und damit 3 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Im Jahr 2024 war der Markt durch die Verunsicherung der Verbraucher infolge der Crashtest Problematik noch deutlich rückläufig. Das letztjährige Wachstum war aber nicht ausreichend, um das Absatzvolumen des Jahres 2023 wieder zu erreichen. Im ersten Halbjahr 2025 war der Trend noch deutlich positiv. Nach den ersten sechs Monaten lag der japanische Pkw-Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch um knapp 11 Prozent im Plus. Das zweite Halbjahr verlief mit einem Minus von 4 Prozent deutlich schwächer, das Gesamtjahresergebnis war schlussendlich moderat positiv. Das 
    eher kleine Marktwachstum konnte die Absatzlücke zum Vorkrisenniveau nur geringfügig verkleinern. Im vergangenen Jahr wurden noch gut 11 Prozent oder knapp 465.000 weniger Pkw neu registriert als im Jahr 2019. Seinerzeit lag der Pkw-Absatz mit gut 4,3 Mio. Einheiten noch deutlich über der 4-Millionen-Marke. Diese Schwelle wurde seit Pandemiebeginn nicht mehr erreicht. Die 
    deutschen Pkw-Hersteller konnten Ihren Marktanteil im Jahr 2025 leicht steigern. Nach einem Marktanteil von 4,3 Prozent im Jahr 2024, trugen im abgelaufenen Jahr 4,5 Prozent aller in Japan neu zugelassener Fahrzeuge das Logo einer deutschen Konzernmarke. Auf dem sehr exklusiven japanischen Markt sind die deutschen OEMs mit Abstand die größte Gruppe ausländischer Hersteller. 
    Der Markt wird überwiegend durch japanische Marken bedient. Der Marktanteil der einheimische Herstellern lag zuletzt bei knapp 94 Prozent. Im Bereich der Elektromobilität (BEV, PHEV, FCEV)
    hat Japan auch weiterhin erheblichen Nachholbedarf. Im Jahr 2025 wurden lediglich 81.500 Elektro-Pkw neu zugelassen – und damit knapp 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der prozentuale Anstieg der Neuzulassungen im Elektrosegment fiel trotz der geringen Basis nur geringfügig stärker aus als der des Gesamtmarktes. Der Anteil von Elektrofahrzeugen betrug im Jahr 2025 gerade einmal 2 Prozent. Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings, dass die japanischen Hersteller und Verbraucher vor allem auf sogenannte vollhybride Fahrzeuge (FHEV) setzen. Diese machen in Japan aktuell gut 30 Prozent des Gesamtmarktes aus. Diese Fahrzeugkategorie fällt nicht unter die hiesige Elektrodefinition. Dementsprechend gehen betroffene Fahrzeuge hierzulande als Verbrenner in die Statistik ein.

    Südkoreanischer Pkw-Markt


    Der südkoreanische Pkw-Markt ist im Jahr 2025 kräftig gewachsen und ist damit sehr nah an das Vor-Corona-Niveau von 2019 herangerückt. Dabei entwickelte sich der Markt über das gesamte Jahr weitgehend positiv, ohne deutliche Schwankungen. Diese hatte es noch im Jahr 2024 gegeben, in dem nach einer schwachen ersten Jahreshälfte bereits ein merklicher Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr zu beobachten war. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 wurden deutlich mehr Fahrzeuge neu zugelassen als im identischen Vorjahreszeitraum (+6 Prozent). Im zweiten Halbjahr schwächte sich die Dynamik leicht ab, der Markt blieb aber auch in den Quartalen drei und vier nach wie vor deutlich im Plus (+4 Prozent). Aggregiert erreichte man auf dem südkoreanischen Pkw-Markt im Gesamtjahr 2025 ein Absatzvolumen von gut 1,5 Mio. Pkw. Dieses lag dementsprechend gut 5 Prozent höher als noch ein Jahr zuvor. Der Absatz von Fahrzeugen, die das Logo einer deutschen Konzernmarke tragen, ist ebenfalls merklich gewachsen (+4 Prozent), allerdings etwas langsamer als der Gesamtmarkt. Der Marktanteil der deutschen Hersteller war daher zuletzt minimal rückläufig und lag im Jahr 2025 bei 12,0 Prozent (2024: 12,1 Prozent). Der Markt für Elektro-Pkw legte zuletzt kräftig zu. Insgesamt wurden knapp 207.700 Pkw mit Elektroantrieb (BEV, PHEV, FCEV) abgesetzt. Dies waren gut 56 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. 

    Indischer Pkw-Markt


    Der indische Pkw-Markt hat seine Position als drittgrößter Einzelmarkt weltweit auch 2025 verteidigt. Mit 4,5 Mio. Pkw lag das Marktvolumen 5 Prozent über dem des Vorjahres. Damit eilt der Absatz in Indien von Rekordwert zu Rekordwert. Dabei stieg der Absatz insbesondere im vierten Quartal kräftig an (+21 Prozent). Zusätzlich wirkte sich eine Reform der Mehrwertsteuer positiv auf das Absatzvolumen aus. Die seit dem 22. September 2025 gültige Reform reduzierte den Steuersatz beim Kauf eines Kleinfahrzeugs von 28 auf 18 Prozent, sowie setzte den Steuersatz bei großen und Luxusfahrzeugen auf 40 Prozent fest (zuvor galt hier ein Steuersatz von 28 Prozent zuzüglich einer Luxussteuer in Höhe von 22 Prozent). Daraus ergab sich für den Absatz vor allem in den Monaten August und September ein merklicher Attentismus und ein Rückläufiger Automobilabsatz (Aug.: -4 Prozent; Sep.: -1 Prozent). Im Schlussquartal kam es dann zu hohen Wachstumsraten (Okt.: +16 Prozent; Nov.: +19 Prozent; Dez.: +29 Prozent). Parallel stieg auch die Automobilproduktion in Indien. Im vergangenen Jahr erreichte diese mit 5,4 Mio. produzierten Neufahrzeugen einen neuen Rekordwert (+8 Prozent). Der wirtschaftliche Aufstieg des Landes spiegelt sich dabei in den Mobilitätsbedarfen, die bisher nur in unterdurchschnittlichem Ausmaß durch Pkw bedient wird. So lag die Pkw-Dichte bei 34,3 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern und damit deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt (177,9 Pkw pro 1.000 Einwohner).