







Bedeutung von Freihandel und Partnerschaft in geopolitisch unsicheren Zeiten
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Das Jahr 2025 war von außenwirtschaftlichen Turbulenzen geprägt. Bei einer Exportquote von über 75 Prozent blicken deutsche Hersteller und Zulieferer stark auf ihre Auslandsmärkte. Jede Verschlechterung der Marktzugangsbedingungen oder ein Anstieg der politischen Risiken wirken sich negativ auf die Exportmöglichkeiten aus. Neben geopolitischen Krisen und Herausforderungen, militärischen Auseinandersetzungen und Spannungen hat vor allem die disruptive Handelspolitik der USA für globale Verwerfungen gesorgt.
Die USA haben den regelbasierten Handel auf Grundlage der WTO verlassen. Präsident Trump hat im Jahr 2025 nicht nur Zölle angekündigt, sondern auch eingeführt und damit das Welthandelssystem aus den Angeln gehoben. Andauernde Handelskonflikte zwischen den USA und China haben Europas Industrie mit ihren globalen Liefer- und Wertschöpungsnetzwerken vor erhebliche Herausforderungen gestellt.
Insbesondere die deutsche Automobilindustrie konnte viele Jahrzehnte von der Marktentwicklung Chinas und nach dem WTO-Beitritt im Jahr 2001 auch von der Marktöffnung profitieren.
Mit dem Beitritt zur WTO verpflichtete sich China, Zölle zu senken und keine Mindestanforderungen an den Anteil lokaler Wertschöpfung mehr anzuwenden. Infolge dieser Marktöffnung entwickeln sich die Industrie und der Markt rasant weiter.
Aktuell mehren sich jedoch weltweit protektionistische Tendenzen, die WTO ist geschwächt und die Unsicherheit wächst, da sich die Rahmenbedingungen für internationalen Handel und Investitionen ständig verändern. Hinzu kommen Versorgungskrisen, teilweise aufgrund von politischen Konflikten oder durch Corona. Die globalen Wertschöpfungsketten funktionieren nicht wie zuvor und Ziele der Resilienz, Sicherheit und Diversifizierung werden immer wichtiger.
Diese Veränderungen fließen in die Arbeit des VDA ein. Die Diversifizierung der wirtschaftlichen Tätigkeiten der Unternehmen wird aktiv unterstützt, zum Beispiel durch Marktzugangsinformationen über neue Märkte oder vom VDA initiierte Auslandsmessebeteiligungen an Deutschen Gemeinschaftsständen. In der politischen Arbeit unterstützt der VDA die Aktivitäten der Bundesregierung und der EU, den Marktzugang auf Auslandsmärkten zu verbessern.
Vorteile der Globalisierung und des Freihandels weiter betonen
Die deutsche und europäische Industrie hat viele Jahre von der Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen profitiert, die durch den regelbasierten Rahmen unterstützt wurde. Dabei sind nicht nur die Exporte gewachsen, sondern auch die Auslandsproduktion der deutschen Hersteller und auch der Zulieferer. Exporte und Produktion vor Ort befruchteten sich gegenseitig und alle beteiligten Wirtschaftspartner konnten hiervon profitieren.
So wurden vor 25 Jahren in 2000 insgesamt 8,8 Millionen Pkw von deutschen Herstellern produziert, davon 5,1 Mio. in Deutschland und deutlich weniger im Ausland (3,7 Mio.). Zehn Jahre später übertraf die Auslandsproduktion mit 6,1 Mio Pkw zum ersten Mal die deutsche Produktion (5,1 Mio.), insgesamt wurden 11,6 Mio Pkw produziert. Der Erfolg im Ausland stieg weiter und mit 16 Mio. Pkw wurden dann im Jahr 2019 so viel produziert wie nie zuvor, allerdings 71Prozent davon im Ausland.
Die Corona-Krise führte zu einem Rückgang der Produktion, der sich auch in den Folgejahren vor allem in Deutschland verfestigte. 2025 wurden von deutschen Herstellern insgesamt 13,3 Mio. Pkw gebaut, davon 69Prozent im Ausland.
Hohe Zölle und Local Content Anforderungen auf Auslandsmärkten fordern den Heimatstandort weiter heraus, Exporte entfallen oder Wertschöpfung wird in die Absatzmärkte verlegt. Umso wichtiger ist es für die Politik, in der EU günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Produktion, Investitionen, Arbeit und Wohlstand gehalten werden können. Exporte sind für das Wachstum der deutschen Automobilindustrie stets essenziell gewesen. Ansätze, die insbesondere aus tendenziell protektionistisch agierenden EU-Mitgliedsstaaten kommen und auf einen Ersatz von Importen durch lokale Produktion drängen, bergen Risiken für das bislang sehr erfolgreiche Exportmodell Europas, das auch aufgrund von Importen von Vorleistungen und Endprodukten an Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand gewinnen konnte, und müssen sehr sorgsam abgewogen werden.
Der VDA setzt sich weiterhin für regelbasierten, fairen und möglichst freien Handel ein.
Wettbewerbsverzerrungen, die zum Beispiel durch nicht regelkonforme Subventionen oder Dumping entstehen, sollten natürlich untersucht und in Abstimmung mit der Wirtschaft vermieden werden. Hierfür bieten sich die bestehenden Handelsschutzinstrumente der EU an.
Ein besonderes Augenmerk ist der Rohstoffversorgung zu widmen, auch hier sollte die internationale Zusammenarbeit im Vordergrund stehen, z. B. über Rohstoffpartnerschaften. Protektionistische Politiken, wie die Einführung von bestimmten Anforderungen an die lokale Wertschöpfung („Local Content Requirements“) bergen zahlreiche Risiken und müssen sorgfältig abgewogen werden. Die Vorteile des internationalen Handels und der Globalisierung liegen auf der Hand und sie dürfen nicht verspielt werden.
Die folgende Übersicht zeigt, wie stark die deutsche Automobilindustrie in den vergangenen 25 Jahren von der Globalisierung und dem Wachstum der Auslandsproduktion profitiert hat.

Regelbasierter Handel in Gefahr
Erfreulicherweise hat der Anstieg der Auslandsproduktion in der deutschen Automobilindustrie nicht zu einem Rückgang der Exportquote geführt. So konnten sowohl die Ausfuhren als auch die Produktion vor Ort im Ausland Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland und Europa sichern.
Durch die Disruptionen im Außenhandel (siehe auch Kapitel 1.5. und 1.6.) und die Wettbewerbsschwäche der EU-Standorte ist dieses Erfolgsmodell jedoch in Gefahr. Einmal verlorene Produktionskapazitäten der Hersteller und Zulieferer werden voraussichtlich nicht wieder in der EU aufgebaut. Zudem erfordert die Transformation zu klimaneutraler Mobilität völlig neue Produktionsprozesse, die insbesondere bei der Elektromobilität mit weniger lokaler Wertschöpfung einhergeht.
Auch wird es angesichts der oftmals geringeren Verfügbarkeit von Rohstoffen und wichtigen Komponenten in der EU immer schwieriger, die für die Inanspruchnahme eines Freihandelsabkommens erforderliche lokale Wertschöpfung zu erreichen. Dies wirkt sich zum Beispiel im Handel mit dem Vereinigten Königreich aus, wo ab 2027 strengere Ursprungsregeln für die Elektromobilität gelten sollen.
Die Europäische Kommission ist daher gefragt, ihre Handelspolitik stark an den Bedürfnissen der exportorientierten Wirtschaft auszurichten und damit die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu erhöhen.
Bisherige TOP-Absatzmärkte mit Herausforderungen
Die USA waren im Jahr 2024 noch der wichtigste Absatzmarkt für Pkws aus deutscher Produktion, es wurden 448.000 Fahrzeuge exportiert. Die Ankündigungen von hohen zusätzlichen Zöllen durch den wiedergewählten Präsidenten Donald Trump hat zwar kurzfristig zu einem Vorzieheffekt geführt, nach Einführung der Zölle gingen die Exporte jedoch deutlich zurück, so dass im Jahr 2025 nur noch 409.000 Pkw exportiert wurden, ein Minus von neun Prozent.
Die Herausforderungen in den bisherigen TOP-Absatzmärkten USA und China (siehe Kapitel 1.5.) belasten den Standort Deutschland und Europa. Sie kommen hinzu zu den internen Belastungen, die zu einer Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit beigetragen haben, wie zum Beispiel hohe Energiekosten und Abgaben sowie Bürokratie. Umso dringender muss die EU hier aktiv die Partnerschaft mit anderen Handelspartnern intensivieren und ihre eigenen Hausaufgaben machen.
Die Handelsagenda der EU hatte insbesondere in den vorangegangenen Legislaturen Themen wie Umwelt, Menschenrechte und Nachhaltigkeit in den Vordergrund gestellt. Trotz der unzweifelhaft hohen Bedeutung dieser Themen hat deren Berücksichtigung in Handelsabkommen zu Komplikationen bis hin zu Widerständen in den Partnerländern geführt. Aus Sicht des VDA sollten diese Themen möglichst nicht mit Handelsthemen vermischt werden.
So konnte das Abkommen mit den Ländern des Mercosur bis heute nach über 25 Jahren Verhandlungen nicht vollendet werden, zuletzt lag es an Widerständen innerhalb der EU bzw. beim Europäischen Parlament. Der VDA unterstützt den Abschluss dieses wichtigen Abkommens und setzt sich für eine vorläufige Anwendung ein. Sonst bestehen hohe Risiken, dass die Handelspartner den Glauben an den verlässlichen Handelspartner EU verlieren und sich anderen Regionen zuwenden.
Die Stärkung anderer Handels- und Kooperationsblöcke, wie zum Beispiel BRICS, RCEP oder das CPTPP sollten ein Ansporn für die EU sein, ihre Abkommen pragmatisch zu vollenden und von ihnen zu profitieren.
Der folgende Überblick zeigt die Abkommen, die aus Sicht der deutschen Automobilindustrie besonders wichtig sind.

Angesichts der geopolitischen Risiken ist es für die Wirtschaft unumgänglich, Themen wie Resilienz, Diversifikation und Wirtschaftssicherheit aktuell in den Vordergrund zu stellen. Dabei dürfen aber nicht die Vorteile des internationalen Handels und der globalen Wertschöpfungsketten in den Hintergrund geraten – ganz im Gegenteil, wir brauchen gerade angesichts der herausfordernden Partnerschaften mit wichtigen Regionen neue Partner und wir dürfen nicht nachlassen, die Kooperation mit all unseren Partnern zu suchen und zu vertiefen.
In diesem Sinne pflegt der VDA vielfältige Kontakte mit internationalen Partnern weltweit.
Mit gemeinsamen Veranstaltungen, gegenseitigen Messebesuchen und umfassenden Verbändepartnerschaften verfügt der VDA über ein weites Netz an Kooperationspartnern auf der ganzen Welt. Ganz besonders am Herzen liegt uns die Zusammenarbeit mit Partnern in der Ukraine und Israel – beides Länder mit einer aufstrebenden Industrie und innovativen Start-ups. Mit zahlreichen Partnerverbänden und Organisationen weltweit unterhält der VDA intensive Kontakte und trägt mit Veranstaltungen vor Ort, wie dem VDA-Supplier-Roundtable in Mexiko, zu Intensivierung der Zusammenarbeit bei.
Kooperation mit Indien
Indien ist ein wichtiger Partner und Zukunftsmarkt - insbesondere mit Blick auf Diversifizierung, den bilateralen Handel, Zusammenarbeit im Bereich der Elektromobilität und Digitalisierung. Deutsche Hersteller und Zulieferer sind bereits mit mehr als 1.400 Standorten und Produktionsstätten in Indien vertreten. Der VDA unterstützt seit 2006 die Kooperation mit Indien über die „Indo-German Working Group on Automotive“ zwischen der deutschen und indischen Regierung sowie eine enge Kooperation mit den indischen Partnerverbänden ACMA (Zulieferer) und SIAM (OEMs). Im Jahr 2025 konnte die Partnerschaft vor Allem über die intensive Begleitung der Verhandlungen um das EU-Indien-Handelsabkommen Akzente setzen. Zudem engagierte sich der VDA mit einem VDA-Messestand auf der Bharat Mobility Show, bei der Unterstützung der VDA-Mitgliedsunternehmen beim Marktzugang sowie in Konferenzen. Der VDA ist in der Jury der renommierten „ACMA Awards“ vertreten und trägt damit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Zuliefererunternehmen bei.
Im Rahmen eines erstmals ausgerichteten VDA-Indien Roundtables im Januar 2026 in Neu-Delhi, an dem auch VDA-Präsidentin Hildegard Müller teilgenommen hat, konnten die aktuellen Standortbedingungen in Indien und Potenziale der Kooperation mit VDA-Mitgliedern vor Ort und politischen Gästen intensiv diskutiert werden.
Ein besonders wichtiger Schritt für die zukünftige Zusammenarbeit mit Indien ist der im Januar 2026 bekanntgegebene Abschluss der Verhandlungen des EU-Indien-Handelsabkommen, dem die bereits lange von Seiten der Wirtschaft eingeforderte Intensivierung der politischen Bemühungen seitens der EU-Kommission im Jahr 2025 vorangegangen war. Begrüßenswert ist die sofortige vollständige Zollsenkung für die meisten Autoteile, für sensitive Teile spätestens nach 10 Jahren. Für Pkw werden die derzeit bis zu 110 Prozent hohen Zölle schrittweise für eine Quote von zunächst 250.000 Fahrzeugen auf 10Prozent gesenkt. Auch für Nfz wurden Erleichterungen vereinbart, jedoch nicht für die nicht-tarifären Handelshemmnisse im Autosektor. Das Abkommen ist dennoch ein wichtiger Schritt zur Vertiefung der Kooperation, schafft Verlässlichkeit und unterstreicht die partnerschaftliche Zusammenarbeit beider Regionen. Wichtig bleibt eine zügige Ratifizierung.

Zukunftsmärkte in Afrika / Kooperation mit AAAM
Afrika ist und bleibt ein wichtiger Partner und wachsender Markt für den Verband und die Mitglieder des VDA. Seit November 2024 führt der VDA ein Folgeprojekt für die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Partnerschaft zwischen dem VDA und dem panafrikanischen Automobilverband der African Association of Automotive Manufacturers (AAAM) durch. Im Rahmen eines VDA-AAAM-Südafrika Roundtables im Juni 2025, an dem auch VDA-Präsidentin Hildegard Müller teilgenommen hat, wurden gemeinsam mit den VDA-Mitgliedern vor Ort ein Blick auf fünf Jahre erfolgreiche Kooperation zwischen dem VDA und AAAM geworfen und Prioritäten für die zukünftige Zusammenarbeit definiert.

Im Jahr 2025 gehörte die Begleitung von neuen Gesetzen zur Erleichterung des Handels und der Produktion in verschiedenen afrikanischen Ländern (bspw. in Ägypten, Ghana und Tansania), die Diversifizierung von Wertschöpfungsketten und die Verarbeitung von kritischen und strategischen Rohstoffen auf dem Kontinent zu den Schwerpunkten der Kooperation. Ein wichtiger Schritt war die Verabschiedung der Ursprungsregeln für die Automobilindustrie im Rahmen der panafrikanischen Freihandelszone AfCFTA. Die VDA-Mitglieder konnten sich auf dem IAA-Africa Day im Rahmen der IAA Mobility zu den Themengebieten „Marktpotentiale in Nordafrika“ und Rohstoffbeschaffung und -verarbeitung informieren.
Die Relevanz des afrikanischen Kontinents auch als Produktionsstandort wächst weiterhin: Nach Prognosen unseres Partnerverbandes AAAM soll die Zahl der produzierten Fahrzeuge von aktuell ca. 1,1 Mio. Fahrzeuge auf ca. 3,3 Mio. Neufahrzeuge im Jahr 2035 ansteigen und somit auch die lokale Wertschöpfung und Beschäftigung weiter stärken.
Ursprungsregeln im Handel mit UK müssen den Realitäten Rechnung tragen
Sechs Jahre nach dem Brexit stellen die im EU-UK-Abkommen (TCA) verankerten Ursprungsregeln für Elektrofahrzeuge und Batterien weiterhin eine große Herausforderung dar. Mit der Verschärfung der Ursprungsregeln ab dem 01.01.2027 drohen beim Handel mit BEV und PHEV-Einfuhrzölle in Höhe von 10 Prozent. Dies hätte erhebliche Wettbewerbsnachteile für die deutsche und europäische Automobilindustrie zur Folge. Der VDA hat daher wiederholt adressiert, dass die Ursprungsregeln den Realitäten und Schwierigkeiten in den (Batterie-)Lieferketten Rechnung tragen müssen, da ansonsten negative Auswirkungen sowohl für das Erreichen der Klimaschutzziele als auch für die Wertschöpfung in Europa drohen.
Im Jahr 2025 konnte der VDA bei der Diskussion auf EU-Ebene über die Definition des aktiven Kathodenmaterials wesentliche Verbesserungen bewirken. Weitere Erleichterungen bei den TCA-Ursprungsregeln sind jedoch dringend geboten, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Mitglieder auf dem wichtigen UK-Markt nachhaltig zu sichern.
eihandelszone AfCFTA. Die VDA-Mitglieder konnten sich auf dem IAA-Africa Day im Rahmen der IAA Mobility zu den Themengebieten „Marktpotentiale in Nordafrika“ und Rohstoffbeschaffung und -verarbeitung informieren.
Die Relevanz des afrikanischen Kontinents auch als Produktionsstandort wächst weiterhin: Nach Prognosen unseres Partnerverbandes AAAM soll die Zahl der produzierten Fahrzeuge von aktuell ca. 1,1 Mio. Fahrzeuge auf ca. 3,3 Mio. Neufahrzeuge im Jahr 2035 ansteigen und somit auch die lokale Wertschöpfung und Beschäftigung weiter stärken.
Hohe Dynamik und zahlreiche Herausforderungen im Bereich der Exportkontrolle
Auch die Exportkontrolle wurde durch die zunehmenden handels- und geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China entscheidend geprägt. Insbesondere die vom chinesischen Handelsministerium verhängten Exportrestriktionen bei Seltenen Erden und Permanentmagneten führten in der Automobilindustrie zu erheblichen Versorgungsrisiken. Eine Verschärfung der restriktiven Maßnahmen wurde zwar nach Verhandlungen zwischen Regierungsvertreter der USA und China für ein Jahr ausgesetzt, doch die Risiken und Unsicherheiten bleiben hoch.
Auch die Umsetzung der Russland-Sanktionen bleibt weiterhin eine zentrale
exportkontrollrechtliche Aufgabe. Die deutsche Automobilindustrie verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und unterstützt ausdrücklich die von der EU beschlossenen Sanktionen gegen Russland. Die Unternehmen arbeiten mit Hochdruck und mit erheblichem Ressourceneinsatz an der Umsetzung der Sanktionen, um eine umfassende Compliance zu gewährleisten. Durch die inzwischen 19 EU-Sanktionspakete, die bis Ende 2025 in Kraft getreten sind, haben die restriktiven Maßnahmen eine bisher nicht gekannte Breite, Detailierung und Komplexität erreicht. In diesen äußerst fordernden Umfeld mit hoher rechtlicher und politischer Dynamik informiert der VDA die Mitglieder über aktuelle Entwicklungen und bietet mit dem Arbeitskreis Exportkontrolle eine Plattform für den Erfahrungsaustausch über Anwendungsfragen aus der Praxis an.
Mit der Ankündigung von Zöllen nach der zweiten Amtsübernahme von Donald Trump wurde auch das USMCA Abkommen in seinen Grundfesten erschüttert. Im Jahr 2026 steht eine Überprüfung an und der VDA setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Hindernisse (wieder) abgebaut werden und die bisherige Zusammenarbeit in diesem Wirtschaftsraum fortgeführt werden kann.